Weißbuch Lehrkräftefortbildung

Von der „Bestandsaufnahme“ zum „Weißbuch Lehrkräftefortbildung"  - ein neues Projekt des DVLfB

Projektskizze

Mit der “Bestandsaufnahme” hat der DVLfB in seinem letzten Projekt einen analysierenden Blick auf zentrale Struktur- und Handlungsfelder der Fortbildungslandschaft in Deutschland gerichtet. Komplementär dazu bietet der erstellte Musterorientierungsrahmen (MOR) eine systematische Erweiterung mit normativem Anspruch. Beide Teile finden sich in dem Band „Lehrkräftefortbildung in Deutschland. Bestandsaufnahme und Orientierung“, hrsg. von Peter Daschner und Rolf Hanisch, Beltz  Juventa, 2019.

Nach der Offenlegung struktureller Defizite und einer normativen Rahmensetzung geht es jetzt um die Identifizierung guter und zukunftsorientierter Praxis in einem „Weißbuch Lehrkräftefortbildung“.

Die Besonderheit des Vorhabens – z.B. gegenüber einem Reader – besteht darin, dass die Auswahl der Fallbeispiele auf einer systematischen Analyse beruht, jeder Einzelfall im Sinne der Qualitätssetzungen des Musterorientierungsrahmes weiterführend und beispielgebend sein soll und damit dem orientierenden Anspruch eines „Weißbuchs“ entspricht. Großer Wert soll deshalb jeweils auf Innovationskraft, Gelingensfaktoren und Transfermöglichkeiten der ausgewählten Beispiele gelegt werden.

Was die Darstellung angeht: Die im Folgenden genannten Themenbereiche sollen nicht zu formalen Steckbriefen führen. Vielmehr sollen das Anregende und das Besondere der Beispiele herausgestellt werden und dadurch attraktive Texte entstehen, die mit Abbildungen, Tabellen, Links zu weiterführenden Informationen und ggf. Videos angereichert werden. Das Produkt soll als Print- und als Digitalfassung mit Erweiterungen erscheinen und adaptive und kollaborative Wirkungen auf unterschiedlichen Ebenen des Fortbildungssystems in Deutschland erzielen.

Redaktionsgruppe

  • Peter Daschner, Hamburg,  Landesschulrat Hamburg a.D., Vorstand DVLfB (Projektleitung)
  • Ulrike Heinrichs, Odenburg, Oldenburger Fortbildungszentrum an der Carl von Ossietzky Universität, Vorstand DVLfB
  • Dr. Monika Renz, Hamburg, ehemals Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), Beraterin und Evaluatorin
  • Dieter Schoof-Wetzig, Hannover, ehemals Nieders. Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), Vorstand DVLfB
  • Ulrich Steffens, Wiesbaden, Direktor a.D. am ehemaligen Institut für Qualitätsentwicklung, Koordinator des Netzwerks „Empiriegestützte Schulentwicklung (EMSE)“
  • Prof. Dr. Dietlinde Vanier, Braunschweig, Technische Universität Braunschweig

Themenbereiche/Fallanalysen von guter Praxis (Strukturebene) (Themenverantwortliche)

1.1      Information - Transparenz - Monitoring (Monika Renz/Tanja Webs)
1.2      Erfassung Fortbildungsbedarf (Ulrich Steffens/Kerstin Baumgart)
1.3      Wirksame Formate (Dietlinde Vanier/Peter Gatzweiler)
1.4      Schulinterne Qualifizierung/SCHILF (Peter Daschner/Ulrike Heinrichs; mit vormals 1.7 und 1.9)
1.5      Professionelle Lerngemeinschaften (Ulrich Steffens)
1.6      Qualifizierung der FortbildnerInnen (Dieter Schoof-Wetzig/Dietlinde Vanier)
1.8      Kommunikationsstrukturen im Bereich der LFB (Monika Renz)
1.10    Standards/Qualitätsrahmen für das Fortbildungssystem (Ulrike Heinrichs)
1.11    Governance/Leitung und Steuerung/Fortbildungsverpflichtung (Peter Daschner)
1.12    Kooperationen/Netzwerke – phasen- und länderübergreifend (Dieter Schoof-Wetzig/Peter Daschner)
1.13    Quereinstieg in den Lehrerberuf (Peter Daschner/Karen Wittig)

Themenbereiche/Fallanalysen von guter Praxis (Inhaltsebene)

2.1    Digitalität (Jens Lindström/Maike Abshagen)
2.2    Demokratiebildung (Ulrike Heinrichs/Regina Piontek)
2.3    Bildung für nachhaltige Entwicklung (Dieter Schoof-Wetzig)
2.4    Naturwissenschaften (Udo Klinger)
2.5    Sprache, Diversität (Claudia Schanz)
2.6    Führungsqualifizierung (Hajo Sassenscheidt/Peter Daschner)
2.7    Zukunftskompetenzen (Dietlinde Vanier)
2.8    Heterogenität (Ina Biederbeck)

Ziele

Nach der Offenlegung struktureller Defizite und einer normativen Rahmensetzung geht es bei dem neuen Projekt des DVLfB um

  • Identifizierung guter und zukunftsorientierter Praxis in einem kollaborativen Verfahren,
  • Präsentation der Ergebnisse in einem „Weißbuch Lehrkräftefortbildung“,  
  • Anstiftung zu Transfer und Kooperation,
  • Inspiration für Neues und den Mut fürs Ausprobieren in den Schulen,
  • Anstöße für systemisches und systemübergreifendes Lernen im Mehrebenensystem der Lehrkräftequalifizierung.
     

Terminplan

  • Recherche und Abstracts bis April 2023
  • Texterstellung bis Ende Dezember 2023
  • Druckfertige Endfassung bis Anfang 2024
  • Veröffentlichung des „Weißbuchs der Lehrkräftefortbildung in Deutschland“ in Print- und Digital-Fassung im Herbst 2024

 Förderung

  • Einstiegsförderung: Deutsche Telekom Stiftung
  • Hauptförderung: Max-Traeger-Stiftung und BGAG Hesselbach-Stiftung

 

Veranstaltungen (auch extern)

Zur Zeit sind keine Veranstaltungen verfügbar

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